Ziele definieren und umsetzen

Gerade gegen Ende eines Jahres oder zu Beginn eines neuen setzen wir uns gern Ziele: im privaten Bereich als Vorsätze, im beruflichen Kontext als Vorhaben. Häufig bleibt jedoch offen, ob wir diese Ziele tatsächlich erreichen. Wer Ziele definieren und umsetzen möchte, steht genau an diesem Punkt vor der entscheidenden Frage.

Woran liegt das?

Abgesehen davon, dass wir uns zunächst ehrlich fragen sollten, ob wir ein Vorhaben wirklich und wahrhaftig anstreben – also intrinsisch motiviert sind –, scheitert die Umsetzung häufig daran, dass Ziele zum falschen Zeitpunkt oder unklar formuliert und gesetzt werden.

Ein bewährtes Instrument, um Ziele klar zu formulieren und die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung deutlich zu erhöhen, ist die sogenannte SMART-Formel. Sie hilft dabei, Ziele nicht nur zu definieren, sondern sie auch tatsächlich umzusetzen.

In diesem Blog stelle ich diese Methode bewusst noch einmal vor. Auch wenn sie vielen bekannt ist, erlebe ich in der Praxis immer wieder, wie wirksam sie ist, wenn es darum geht, Ziele zu definieren und umzusetzen.

Ziele definieren und umsetzen mit der SMART-Formel

Bei der SMART-Formel stehen die fünf Buchstaben jeweils für einen Aspekt, den ein Ziel erfüllen sollte, um konkret, überprüfbar und erreichbar zu sein:

S = spezifisch
M = messbar
A = attraktiv
R = realistisch
T = terminiert

Neben diesen Kriterien gibt es weitere wichtige Schritte, die bei der Zielformulierung beachtet werden sollten, um Ziele nicht nur zu planen, sondern sie auch konsequent umzusetzen. In der Praxis werden diese Aspekte häufig unterschätzt oder ganz übersehen.

Ein möglicher Ablauf:

  1. Formulieren Sie das Ziel im Präsens – so, als hätten Sie es bereits erreicht.
  2. Das Ziel sollte spezifisch und konkret sein (z. B. „Ich bin die Leitung des XY-Teams.“).
  3. Es sollte messbar formuliert werden, um Fortschritt und Zielerreichung überprüfen zu können.
  4. Das Ziel sollte attraktiv sein, um intrinsische Motivation zu fördern – emotional wie sachlich.
  5. Es sollte realistisch sein: ambitioniert, aber erreichbar.
  6. Ein klares Zieldatum ist essenziell, um Umsetzung zu sichern.
  7. Formulieren Sie das Ziel in der Ich-Form.
  8. Vermeiden Sie Wenn-Dann-Konstruktionen.
  9. Das Ziel sollte aus eigener Kraft erreichbar sein.

Auf den ersten Blick wirkt diese Vorgehensweise möglicherweise aufwendig. Mit etwas Übung wird sie jedoch schnell zur Routine – und entfaltet eine hohe Wirkung. Wer Ziele definieren und umsetzen will, profitiert erheblich von dieser Klarheit.

Die SMART-Formel ist kein Garant für Zielerreichung, aber sie bringt Sie einen wesentlichen Schritt näher an ein klar formuliertes und realistisch umsetzbares Ziel.

Welche weiteren Methoden die Zielumsetzung unterstützen und wie alternativ oder ergänzend vorgegangen werden kann, beschreibe ich im nächsten Blogartikel.

Bei Fragen oder dem Wunsch nach konkreten Impulsen melden Sie sich jederzeit gern.

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