Kennen Sie das? Sie haben am Arbeitsplatz einen Konflikt mit einem Kollegen*in? Oder Sie tragen eine innere Ambivalenz in sich und können sich nicht entscheiden? Vielleicht passieren Ihnen auch immer wieder Dinge, die Sie gefühlt ausbremsen? 

Möglicherweise kennen Sie auch diese leichten Ermüdungsreaktionen wie „ach nein, nicht schon wieder“ oder „kann denn nicht mal alles nach Plan laufen?“.

In unserem heutigen Blogbeitrag möchten wir Ihnen ein Sprachmuster mit auf den Weg geben, dass wir in unzähligen Mediationen und Kriseninterventionen bereits angewendet und uns von der Wirksamkeit überzeugt haben.

Wenn etwas schief läuft im Leben, in der Liebe, im Job oder gesundheitlich, dann sind wir schnell bei der Analyse und fragen uns: Warum? 

  • Warum ist das passiert?
  • Warum ist es überhaupt so weit gekommen?
  • Warum ich?

Dabei richtet sich die Frage nach dem Warum auf einen Grund, eine Causa. Die Antwort liegt auf einem Zeitstrahl – Vergangenheit / Gegenwart / Zukunft – gesehen überwiegend in der Vergangenheit. 

Selbstverständlich ist es nicht „falsch“, nach dem Grund zu fragen, ein wenig Selbstreflexion zu betreiben, insbesondere um daraus zu lernen.

Wer nach dem Warum fragt, der sucht nach Zusammenhängen und Schuldigen, nach Mechaniken und Kausalitäten. Das kann sinnvoll und enorm nützlich sein. Allerdings finden Lösungen tendenziell eher in der Zukunft, zumindest aber in der Gegenwart statt. Insofern macht es doch wenig Sinn, mit der Warum – Frage den Blick in die Vergangenheit zu lenken, oder nicht?

Loslassen und vor allen Dingen lernen und Erkenntnisgewinne erzielen, kann auch, wer seinen Blick nach vorne richtet und damit in die Lösungsfokussierung geht.

So jemand fragt nicht nach dem Warum, sondern: Wofür?

Beide Fragen klingen ähnlich. Es sind womöglich auf der Tonspur sogar dieselben Antworten, die Sie dabei bekommen. Aber sie bekommen ein ganz anderes Gewicht – genauso wie das Problem, die Niederlage, das Scheitern. Sie werden zu einer Herausforderung, einer Challenge.

Die Wofür-Frage zielt auf Absichten, Motivationen, Ziele, Bedürfnisse und Emotionen, gibt Antworten auf die Frage nach dem Sinn. 

Diese Aspekte liegen in der Zukunft, zumindest aber in der Gegenwart. 

Und damit lenken sie unseren Blick nach vorn. In die Ziel- und vor allen Dingen Lösungsorientierung! 

Und genau da wollen wir unseren Aufmerksamkeitsfokus hinlenken!

In Gesprächen löst die Frage nach dem Warum bei Ihrem Gesprächspartner tendenziell Rechtfertigungsgefühle aus. Rechtfertigungsgefühle führen zumeist zu einer Blockade, die für die gemeinsame Suche nach kooperativen Lösungen wenig sinnvoll erscheint.

Und jetzt stellen Sie sich ein Konfliktgespräch vor, in dem Sie überwiegend nach dem Wofür fragen. Wie wird sich Ihr Gesprächspartner fühlen? Er / sie wird Ihr Interesse an seinen echten und wahren Absichten und Motivationen spüren und sich – richtig! – wertgeschätzt fühlen. Was glauben Sie, was das für eine Auswirkung auf Ihr Gesprächsergebnis hat? 

Zusammenfassend also:

Tatsache ist, dass die Warum-Frage nur selten zu wirklich befriedigenden Antworten führt. Viele davon bringen uns auch nicht weiter – eben weil die Frage rückwärtsgewandt ist.

Die Frage nach dem WOFÜR dagegen besitzt die Macht, einen Konflikt in eine wichtige Station auf einem Weg zu verwandeln, der ein Ziel verfolgt. Und das gibt Hoffnung und macht Mut.

Warum? Darum!

Und wenn Sie Unterstützung brauchen, denken Sie an die Krisenmanagerin mit Leidenschaft – Ihren Fels in der Krise: Anke STEIN.

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